Wann ist Sommer? Wann ist Sommeranfang 2018?

Sommer – Wann ist Sommeranfang?

Sommeranfang - Foto 'Badestelle – Sommer am Meer' © T.Bortels/bilderbook.org

Sommer 2018

Am 21. Juni ist kalendarischer Sommeranfang (Nordhalbkugel)

Wenn es draußen wieder wärmer ist, Vögel singen, Blumen blühen und man auch Abends mal ein Weilchen draußen sitzen kann, dann steht der Sommer vor der Tür. Aber wann genau ist Sommeranfang? Die Antwort auf diese Frage kann je nachdem, was man wissen möchte, unterschiedlich ausfallen.

Zum einen gibt es den offiziellen Sommeranfang. Dieser wird häufig auch als kalendarischer Sommeranfang bezeichnet, obwohl er sich nicht streng an den Kalender hält und eigentlich astronomischer Sommeranfang genannt werden müsste. Er richtet nämlich im Prinzip direkt nach der Position der Erde zur Sonne und ist daher relativ verläßlich.

Dann gibt es den phänologischen Sommeranfang, der sich nach Phänomenen in der Natur richtet – zum Beispiel nach der Gräserblüte.

Und dann gibt es auch noch den für statistische Zwecke willkürlich festgelegten Termin für den meteorologischen Sommeranfang, demzufolge der Sommer immer zum 01. Juni beginnt.

Es gibt aber natürlich auch noch den gefühlten Sommeranfang – also den Zeitpunkt, wenn man ganz individuell das Sommergefühl hat: „Wann ist Sommer? Jetzt ist Sommer!„. Das ‚Sommergefühl‘ stellt sich häufig mit Phänomenen in der Natur ein. Aber der Reihe nach…


Offizieller / astronomischer / kalendarischer Sommeranfang

Kalendarischer Sommeranfang 2018 ist am 21. Juni.
Countdown: Noch -146 Tage bis zum Sommeranfang 2018.

Kurz zum Zusammenhang zwischen Kalender und Astronomie: astronomisch wird der Beginn des Sommers durch die Sommersonnenwende festgelegt. Die Sommersonnenwende bezeichnet den Zeitpunkt im Jahr, an dem die Sonne senkrecht über dem Wendekreis steht. Steht die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis, beginnt auf der Nordhalbkugel der Sommer. Steht sie hingegen senkrecht über dem südlichen Wendekreis, dann beginnt auf der Südhalbkugel der Sommer.

Während der Wintermonate sind die Nächte bekanntlich länger als die Tage. Während der Sommermonate sind hingegen die Tage länger als die Nächte. Zur Sommersonnenwende hin werden die Tage länger und die Nächte kürzer, nach der Sommersonnenwende werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Zur  Sommersonnenwende ist also der längste Tag des Jahres und dementsprechend auch die kürzeste Nacht.

Der Zeitpunkt der Sommersonnenwende ist aber nicht immer an demselben Tag. Der astronomische Sommeranfang kann daher leicht variieren. Meistens liegt der astronomische oder auch kalendarische Sommeranfang auf dem 21. Juni – seltener auf dem  20. Juni.

21. Juni 2016 um 00:34 Uhr MESZ
21. Juni 2017 um 06:24 Uhr MESZ
21. Juni 2018 um 12:07 Uhr MESZ
21. Juni 2019 um 17:54 Uhr MESZ
20. Juni 2020 um 23:44 Uhr MESZ


Meteorologischer Sommeranfang

In der Meteorologie ist die Frage „Wann ist Sommer?“ relativ einfach zu beantworten: man hat jeder Jahreszeit willkürlich drei Monate zugeordnet. Demzufolge beginnt der Meteorologische Sommer auf der Nordhalbkugel alljährlich mit dem 01. Juni und endet am 31. August.

Frühlingsmonate: März, April, Mai
Sommermonate: Juni, Juli, August
Herbstmonate: September, Oktober, November
Wintermonate: Dezember, Januar, Februar

Der Meteorologische Sommer wurde von der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) festgelegt – einer Unterorganisation der Vereinten Nationen UN. Die willkürliche Einteilung des Jahres bzw. die willkürliche Festlegung der vier Jahreszeiten auf bestimmte Termine erleichtert es, Wetterdaten über längere Zeiträume statistisch zu erfassen und anschliessend miteinander zu vergleichen.


Phänologischer Sommeranfang

Phänologischer Sommeranfang: Weißdornblüte

Phänologie: Die Blüte des Weißdorns markiert den Beginn des Sommers – Foto ‚Weißdorn_Eingriffliger_Blüte_DSC_7034CC BY-SA 2.0 Rudolf Schäfer / flickr.com

Die dritte Art, den Beginn des Sommers zu bestimmen, ist die phänologische Methode. Das bedeutet: der Beginn des Sommers wird durch Beobachtung der Natur bzw. der Phänomene, die sich in der Natur beobachten lassen ermittelt. Man unterscheidet die Phänologie der Pflanzen und die Phänologie der Tiere.

Bei der Phänologie der Pflanzen handelt es sich quasi um eine IST-Betrachtung der Natur. Man leitet den Beginn der Jahreszeiten also direkt vom Entwicklungsstand verschiedener Pflanzen ab.

Phänologisch wird der Sommer in Mitteleuropa in drei Phasen unterteilt:

  • Frühsommer
    Blühbeginn verschiedener Gräser, Wiesen-Fuchsschwanz, Schwarzer Holunder, Weißdorn
  • Hochsommer
    Blühbeginn der Sommer-Linde, der Wegwarte und der Kartoffel – in den Gärten reifen die Johannisbeeren.
  • Spätsommer
    Im Spätsommer reifen bereits zahlreiche Früchte wie zum Beispiel Frühapfel und Felsenbirne, aber auch die Vogelbeere. Gleichzeitig beginnt das Heidekraut zu blühen.

Der Phänologische Sommeranfang kann dementsprechend regional unterschiedlich ausfallen. Je nach geografischer Länge und Breite, je nach Höhe, je nach Mikroklima. Häufig beginnt der Sommer beispielsweise in Städten etwas früher, als auf dem Lande – im Süden früher, als im Norden – und in den Tälern früher, als auf den Bergen. Durchschnittlich bewegt sich der Sommer mit einer Geschwindigkeit von ca. 40km pro Tag von Südeuropa nach Nordeuropa.

Siehe auch: