Internationaler Tag der Pressefreiheit

03. Mai

Der Internationale Tag der Pressefreiheit (auch Welttag der Pressefreiheit) entstand ursprünglich 1991 anläßlich der sogn. Deklaration von Windhuk während einer Tagung der UNESCO in der namibischen Hauptstadt Windhoek. Darin wird die „Schaffung einer unabhängigen, pluralistischen und freien Presse“ (Pressefreiheit) als „Eckstein für Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung“ bezeichnet und gefordert und gefordet. Am 20. Dezember 1993 erklärte dann die UN-Generalversammlung in Erinnerung an die Annahme der Deklaration von Windhuk den 3. Mai zum Internationalen Tag der Pressefreiheit.

Auch heute werde weltweit Medien zensiert und Journalisten bei ihrer Arbeit behindert – eine erschreckend hohe Zahl kommt bei der Ausübung ihres Berufs ums Leben. Und das Problem bechränkt sich nicht nur auf totalitäre Staaten. In 2017 wurde beispielsweise die Journalistin Daphne Caruana Galizia auf Malta mit einer Bombe getötet. Sie hatte zuvor über Korruption, Übersee-Briefkastenfirmen, Schwarzgeld und Bestechung recherchiert – auch im Umfeld Maltesischer Politiker – die sogn. „Malta Files“.

Seit 1997 verleiht die UNESCO alljährlich am 3. Mai den Guillermo Cano-Preis für besondere Verdienste um die Pressefreiheit. In einigen Fällen hat der Preis UNESCO-Preis direkt Wirkung gezeigt. So wafen die chinesische Journalistin Gao Yu und die Nigerianerin Christina Anyanwu (Preisträgerinnen von 1997 und 1998) zum Zeitpunkt der Preisverleihung noch inhaftiert – wurden danach aber aus der Haft entlassen.

Offizielle Webseite zum Welttag der Pressefreiheit (UNESCO):
www.unesco.de/kommunikation/welttage/welttag-pressefreiheit.html