Internationaler Tag der Erinnerung an Sklavenhandel und dessen Abschaffung

Ursprung: In der Nacht vom 22. auf den 23. August 1791 gab es auf der Insel Haiti eine Revolte, an der viele Männer und Frauen beteiligt waren, die aus Afrika entführt und in die Sklaverei verkauft werden sollten. Sie lehnten sich gegen die Sklaverei auf und setzen sich für die Freiheit und die Unabhängigkeit Haitis ein. 1804 erlangte der Inselstaat dann die Unabhängigkeit.

In den verschiedenen UNESCO Mitgliedsstaaten finden anläßlich dieses Datums jedes Jahr unterschiedliche Veranstaltungen zum Tag der Erinnerung an Sklavenhandel und dessen Abschaffung statt, zu denen Politiker, Aktivisten, Künstler, junge Menschen und Intellektuelle eingeladen werden. Im Zenrum dieser Veranstaltungen steht die gemeinsame Erinnerung an die Verbrechen der Sklaverei und den mutigen Aufstand von 1791, der den Anfang vom Ende der Sklaverei einläutete.

Heute ist die Sklaverei dank der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte eigentlich verboten. Artikel 4 der Menschenrechtserklärung enthält ein Verbot der Leibeigenschaft, der Sklaverei und des Sklavenhandels. Dennoch befinden sich weltweit ca. 21 Millionen Menschen in Arbeitsverhältnissen, die als „moderne Sklaverei“ betrachtet werden können: fehlende Arbeitnehmerrechte, zum Teil extrem schlechte Arbeitsbedingungen, niedriger Lohn, Abhängigkeit vom Arbeitgeber, die Leibeigenschaft ähnelt sowie die leider immernoch weitverbreitete Kinderarbeit sind auch heute leider noch Probleme, mit denen Menschen weltweit zu kämpfen haben.