Halloween: Wann ist Halloween 2016?

Wann ist Halloween? Halloween-Deko: Kürbiskopf

Wann ist Halloween? Typische Halloween-Deko: ein leuchtender Kürbiskopf - Foto CC BY-SA 2.0 Jason OX4 / flicker.com

Ich habe mich in der Vergangenheit regelmäßig gefragt: Wann ist Halloween? Und wie kann ich mir mal merken, wann Halloween ist? Und dann fand ich heraus, dass man es sich eigentlich ganz einfach merken kann, wenn man sich mit dem Namen des Festes auseinandersetzt.

Der Begriff Halloween stammt aus dem Englischen und wird von All Hallows’ Eve abgeleitet – auf Deutsch bedeutet das Abend vor Allerheiligen. Es geht also um den Vorabend von Allerheiligen. Jetzt muss man also nur noch wissen, wann Allerheiligen ist – und schon weiss man, wann Halloween gefeiert wird.

Ganz so einfach ist es zunächst jedoch nicht – denn Allerheiligen wird in den verschiedenen Christlichen Kirchen eigentlich zu unterschiedlichen Zeitpunkten gefeiert. Da Halloween aber zuerst vor allem im katholischen Irland verbreitet war, ist hier der Kalender der Westkirche oder auch Lateinischen Kirche ausschlaggebend – und die feiert Allerheiligen immer am 01. November. Demzufolge findet Halloween eigentlich immer am 31. Oktober – bzw. in der Nacht vom 31. Oktober auf den 01. November statt.

Wann ist Halloween 2016?

Halloween ist dieses Jahr am Montag, 31. Oktober 2016.
Countdown: noch -78 Tage bis Halloween 2016.

Wann ist Halloween das erste mal gefeiert worden?
Über den Ursprung der Halloween-Bräuche…

Irische Einwanderer brachten das Fest dann mit in die Vereinigten Staaten von Amerika. Danach entwickelte es sich vor allem in den USA zu dem Fest, wie wir es heute kennen.

Zwischen 1830 und 1850 herrschte in Irland eine bittere Hungersnot. Viele Iren machten sich hoffnungsvoll auf den Weg nach Amerika – in die Neue Welt – auf der Suche nach einem besseren Leben. Demzufolge kann es das Halloween-Fest also frühestens seit 1830 in den USA geben. Das bedeutet aber andererseits auch, dass das Fest eigentlich viel älter sein muss.

Ursprünglich handelt es sich bei Halloween wie bei so vielen Festen wohl eigentlich nicht um ein Christliches Fest, sondern um ein Heidnisches bzw. Keltisches Fest. Das amerikanische Halloween soll also seinen Ursprung in keltischen und heidnischen Bräuchen und Ritualen haben. Diese „Kontinuität“ wird von einigen Historikern zwar stark angezweifelt – die Parallelen zwischen den überlieferten alten Halloween-Bräuchen und dem keltischen Fest Samhain sind jedoch mehr als nur auffällig – zuerst vor allem das Datum: Samhain wurde schon lange vor Halloween in der Nacht zum 1. November gefeiert.

Der Encyclopædia Britannica zufolge handelt es sich ursprünglich eindeutig um ein Keltisches Fest. Demnach wurde das Ende des Sommers bzw. der Beginn des Winters gefeiert. Dem Mythos zufolge würden zu dieser Zeit die Seelen der Toten nach hause heimkehren. Aus diesem Anlaß wurden große Feuer entzündet und Festessen zubereitet – auch Verkeidungen und Wahrsagerei sollen feste Bestandteile dieses Herbstfestes gewesen sein. Neben dem Frühjahrsfest Walpurgisnacht in der Nacht zum 01.Mai stellte Halloween also das zweite wichtige Fest im keltischen Kalender dar. Halloween war demnach also ursprünglich eine Art „erweitertes Erntedankfest“ bei dem auch die Toten geehrt wurden.

Sollte Hallowen seinen Ursprung wirklich in dem keltischen Fest Samhain haben, dann reichen die Wurzeln mindestens bis in 7. Jahrhundert vor Christus zurück.

Wie wird Halloween heute gefeiert?

Vermutlich hat fast jeder schon mal eine Halloweenfeier im Fernsehen oder im Kino gesehen. In den USA ist Halloween vor allem ein großes Kinderfest: Kinder verkleiden sich als Geister, Gespenster, Zombies, Monster und – der Klassiker – als Skelet. Nach Einbruch der Dunkelheit gehen dann kleine Gruppen von verkleideten Kindern von Tür zu Tür und verlangen mit der Parole „trick or treat“ („Streich oder Leckerbissen“) nach Süßigkeiten. Im Deutschen wird stattdessen gerne „Süßes oder Saures“ gerufen, was verkürzt für die Forderung „Gib mir Süßes, sonst gibt’s Saures“ steht.

Wohnungen, Häuser und Gärten sind zu Halloween in den USA zum Teil reichlich mit allerlei Spuk-Zubehör geschmückt. Der Klassiker unter den Deko-Elementen ist nach wie vor der ausgehölte Kürbis, der mit ein paar Schnitten zum schaurich grinsenden Kürbiskopf wird.

Viele dieser Hallowen-Bräuche sind seit ca. Anfang der 1990er Jahre auch immer häufiger in Deutschland zu finden. Kein Wunder: Kinder verkleiden sich nunmal gerne, mögen alles mögliche gruselige – und wenn man dann auch noch lange aufbleiben darf und Süßigkeiten bekommt sind das die besten Voraussetzungen um diese Tradition zu übernehmen.

Der Ursprung der deutschen Halloween-Tradition wird jedoch einem ganz anderen Umstand zugeschrieben. Aufgrund des Golfkriegs 1991 wurde der Karneval abgesagt – ein Fiasko für die deutsche Kostüm- und Deko-Industrie. In einer Art Notplan entschloss man sich, im Herbst das Halloweenfest zu bewerben um so die Verluste des Frühjahres ein wenig abzumildern. Seitdem erfreut sich Halloween auch in Deutschland großer Beliebtheit – und die Kostüm- und Deko-Industrie hat nun alljährlich zwei Fest zu beliefern.

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